nach oben
9 Aug

Ernährungstrend Intervallfasten: Was steckt dahinter?

In der Welt der Ernährungsspezialisten und Diättrends ist zurzeit ein Wort in aller Munde: Intervallfasten.

Doch was hat es mit diesem Begriff auf sich? Im Grunde ist das Konzept dieser Ernährungsweise ganz einfach und genau deswegen so wahnsinnig beliebt. Bleibt nur die Frage: Ist es auch effektiv? Wir haben uns die neue Power-Diät aus den USA mal genauer angeschaut.

Ganz kurz und knapp gesagt, müssen Sie beim Intervallfasten nur eine wichtige Regel beachten: Während einer bestimmten Zeitspanne am Tag oder in der Woche darf nichts gegessen werden. Diese Zeiträume können aber individuell an den Tagesablauf angepasst werden. In der Einfachheit dieser Methode liegt das Geheimnis ihres Erfolgs. Es gibt keine strengen Ernährungspläne, keine extra Rezepte oder Hilfsmittel werden benötigt. Wichtig ist nur ein bisschen Disziplin bei der Umsetzung und schon kann stressfrei und auf gesundem Weg Gewicht reduziert und der Körper entschlackt und gereinigt werden.

Die Ursprünge des Intervallfastens

Das Konzept des Fastens existiert seit Menschengedenken, denn der Mensch hat eigentlich schon immer – mehr oder weniger freiwillig – mit Zeitspannen ohne Nahrung auskommen müssen. In der Steinzeit kamen die Menschen gut längere Zeit ohne Essen und mit leerem Magen aus. Und auch uns ist das heute durchaus noch möglich, denn unsere Körper sind Meister darin, Energiereserven zu speichern, um diese für spätere Engpässe nutzen zu können.

Wie funktioniert es?

Der wichtigste Grundstein des Intervallfastens ist die Regelmässigkeit. Dafür sollte vor dem Start der Ernährungsumstellung genau geprüft werden, ob die gewählten Fastenzeiten zum eigenen Lebens- und Tagesrhythmus passt. So können und sollten Menschen, die im Schichtbetrieb arbeiten anders fasten als Menschen, die einem 9-to-5-Job nachgehen. Besonders während der Zeiten ohne Nahrungsaufnahme sollte auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr geachtet werden, zum Beispiel in Form von ungesüsstem Tee, schwarzem Kaffee oder Wasser.

Eine mögliche Art des Intervallfastens ist die 5/2-Methode, bei der an fünf Tagen in der Woche normal gegessen wird und an zwei Tagen gefastet, bzw. die Energiezufuhr auf 500 Kalorien für Frauen und 600 Kalorien für Männer reduziert wird, was etwa einer Mahlzeit am Tag entspricht. Wichtig hierbei ist, dass an den fünf Tagen an denen normal gegessen wird nicht die fehlende Menge der zwei Fastentage aufgeholt wird. Diese fallen optimalerweise auf Wochentage, an denen wenig Stress zu erwarten ist und Pausen eingeplant werden können.

Die wohl beliebteste Methode besteht aus „16 Stunden zu 8 Stunden Intervallen“. Hierbei werden innerhalb von acht Stunden am Tag zwei bis drei Mahlzeiten gegessen und danach wird 16 (bzw. 14 Stunden bei Frauen) lang gefastet, wobei die Nachtruhe in diesen Zeitraum miteinbezogen werden kann. Wenn Sie also die letzte Mahlzeit gegen 22 Uhr zu sich nehmen, so lassen Sie das Frühstück aus und beginnen Ihr 8-stündiges Nahrungsintervall mit dem Mittagessen. Sehr praktisch für Menschen, die sowieso kein Frühstück zu sich nehmen. Sollten Sie allerdings doch ein Frühstücksliebhaber sein, so können Sie Ihre 8 Stunden Phase einfach früher beenden. Diese Methode ist deshalb so effektiv, weil nach 14 bis 16 Stunden die Autophagie voll abgeschlossen ist. Dabei handelt es sich um einen biochemischen Prozess, bei dem sich unsere Zellen von selbst reinigen und Abfälle „entsorgen“. Somit ist diese sanfte Art des Fastens – richtig angewendet – durchaus gesund und kann dem Körper helfen, sich zu regenerieren.

Für wen ist das Intervallfasten geeignet?

Studien haben ergeben, dass das Intervallfasten der Entstehung von Krebs und Diabetes vorbeugen, Entzündungen lindern und den Körper leistungsfähiger machen kann. Doch nicht für jeden ist diese strikte Ernährungsform geeignet. Sie sollten Ihren Körper nicht durch Fastenzeiten zusätzlichem Stress ausliefern, wenn: Sie an niedrigem Blutdruck leiden, sich in der Schwangerschaft oder Stillzeit befinden, unter einer Stoffwechselerkrankung leiden oder untergewichtig sind. Auch älteren Menschen und insbesondere Kindern wird selbstverständlich vom Intervallfasten abgeraten.

Für alle anderen Menschen, die gerne gesünder leben möchten und vielleicht längerfristig an Ihrer Strandfigur arbeiten wollen, ohne komplett auf bestimmte Nahrungsgruppen zu verzichten (oder Lebensmittel zu essen, die sie eigentlich gar nicht mögen….), ist das Intervallfasten eine tolle Alternative zur klassischen Diät.

Was halten Sie von diesem neuen Ernährungstrend? Haben Sie es schon ausprobiert? Teilen Sie Ihre Erfahrungen mit uns und schreiben Sie Ihre Meinung dazu in die Kommentare!

Teilen auf

Welches Accessoire rundet das Lieblingsoutfit perfekt ab? Was sind die Must-haves in Sachen Dekoration und was ist das kulinarische Highlight für Ihre nächste Party? Das WeStyle-Team versorgt Sie mit allem Wissenswerten rund um Fashion und Lifestyle. Wir recherchieren für Sie aktuelle Trends und sind stets auf der Suche nach neuen, spannenden Inhalten.

Keine Kommentare
Einen Kommentar zum Artikel schreiben

*Pflichtfeld