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Vorhänge

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Gardinen und Vorhänge

Bei der Dekoration der eigenen vier Wände lassen viele die Fenster links liegen. Dabei sind sie es, die das Sonnenlicht hereinlassen und so für eine helle und wohnliche Atmosphäre sorgen. Neben schönen Porzellanfiguren oder einem bunten Tupfer durch Blühpflanzen auf dem Fensterbrett, sind Gardinen und Vorhänge ein wichtiges Element, um die oft sträflich vernachlässigten Fensterpartien ins rechte Licht zu rücken. Dabei sehen die hochwertigen Stoffe heutzutage nicht nur gut aus, sondern spielen auch eine wichtige Rolle dafür, das Raumklima zu verbessern.

Multifunktional: Gardinen und Co.

wohnen_gardinen_bild3Gardinen können noch viel mehr, als bloss den Raum optisch aufzuwerten. Sie bedecken das Fenster teilweise oder ganz und schützen so vor unerwünschten Blicken. Auch schirmen sie die Räume gegen zu starke Lichteinstrahlung, Staub oder Lärm ab. Sind sie sehr dicht gewoben, halten sie sogar Zugluft ab.
Diese Funktionen lassen sich durch spezielle Materialien noch verstärken. Für das Schlafzimmer gibt es beschichtete Versionen, die kein Licht hereinlassen. So ist ein Durchschlafen garantiert, ohne dass man von der frühmorgendlichen Sommersonne geweckt wird. Im Kinderzimmer eignen sich Vorhänge, die das Sonnenlicht reflektieren und so dafür sorgen, dass der Raum sich nicht zu sehr aufheizt. Materialien, die extrem blickdicht sind und die Blicke neugieriger Nachbarn fernhalten, sind im Badezimmer gefragt. Ausserdem ist darauf zu achten, dass der Stoff in diesem Raum nicht anfällig für Luftfeuchtigkeit ist. Da spezielle Beschichtungen sich oftmals auf das Gewicht der Vorhänge auswirken, sollten bei derberen Stoffen stabile Gardinenstangen gewählt werden. Dies gilt insbesondere auch für schwer entflammbare Textilien, die immer häufiger eingesetzt werden. Da gerade normale Gardinen und Vorhänge ein grosses Brandrisiko darstellen, werden sie oft nachträglich mit speziellen Beschichtungen versehen oder direkt aus schwer entzündlichen Fasern, wie zum Beispiel Trevira, hergestellt.

Für jeden Stil der passende Look

Wie kaum ein anderes Element in der Wohnung unterstreichen wohnen_gardinen_bild1Vorhänge und Gardinen den individuellen Einrichtungsstil. Handwerklich anspruchsvolle Raffgardinen schaffen ein elegantes Ambiente, Vorhänge aus Brokat oder schwerem Samt, die seitlich von Kordeln mit Quasten gehalten werden, erinnern an vergangene Jahrhunderte, als der Barock mit seiner alles überlagernden Opulenz in den Königshäusern gefeiert wurde.
Lange Schals mit zarten Rosenmustern, die die Fenster seitlich in fliessenden Wellen einrahmen, unterstreichen den Landhausstil.
Eine schmiedeeiserne Gardinenstange mit verschnörkelten Zierspitzen an den Seiten rundet diesen Look ab. Weisse oder pastellfarbene Gardinen mit floralen Häkelmustern passen optimal dazu.
Besonders luftig und edel wirken auch halbtransparente Stores aus Taft oder seidig glänzendes Organza.
Bei einem minimalistischen Einrichtungsstil sind schlichte, weisse Vorhänge, die von der Decke bis auf den Boden reichen, die erste Wahl. Mit einer Gardinenschiene „verschwindet“ die Befestigung in der Decke – das sorgt für einen sehr aufgeräumten Look. In den letzten Jahren sind auch Schals in Mode gekommen, die ein Stück auf dem Boden aufliegen – auch dies passt zum minimalistischen Stil und gibt ihm einen weicheren Touch.

 

Das Material

Im Bereich der Gardinen gibt es eine riesige Fülle verschiedener Stoffe. Klassischerweise werden sie meist aus Baumwolle, Leinen oder Seide geschneidert. In den letzten Jahren sind aber auch immer mehr Kunstfasern hinzugekommen, die für weniger Knitterfalten sorgen oder eine höhere Blickdichte garantieren. Auch bei den Vorhängen kann man auf eine grosse Auswahl verschiedener Materialien zurückgreifen: Von schwerem Samt und aufwendig besticktem Brokat über luftiges Organza und hauchzarten Tüll bis hin zu edlem Mischgewebe im Leder-Look.

Die Pflege

Durch ihren zarten Stoff und ihre meist helle Farbe sind Gardinen besonders anfällig für Schmutz und den gefürchteten Gilb. Um sie immer strahlend weiss zu halten, sollte man die folgenden Tipps beherzigen. So hat man lange etwas von den Raumschmeichlern.
Generell werden die Gardinen erst kurz vor dem Reinigen abgenommen, sonst entstehen durch das Lagern unschöne Knicke. Wer Ringe, Gleiter, Beschwerungsbänder & Co. im Vorfeld entfernt, verhindert, dass sich diese beim Waschgang in dem zarten Stoff verfangen und Ziehfäden verursachen. Kurz an der frischen Luft ausgeschüttelt, um losen Staub zu entfernen – dann kann die Gardine in die Trommel gegeben werden. Bei der Temperatur sind weniger als 30 Grad empfehlenswert – andernfalls entstehen leicht Knitterfalten, die man mühselig rausbügeln müsste, was bei den oft meterlangen Stoffen einer wahren Sisyphusarbeit gleichkäme. Wenn die Gardine so lang und breit ist, dass sie nur schwer in die Waschmaschine passt, sollte man übrigens besser gleich zur Reinigung gehen.
Ein Schonwaschgang mit sehr hohem Wasserstand eignet sich optimal für Gardinen, aber aufgepasst: die Schleuderfunktion abstellen. Wer auf Nummer sicher gehen will, der packt die ganze Gardine in ein Wäschenetz oder einen Bettbezug, damit dem kostbaren Textil nichts passiert. Ein Päckchen Backpulver in der Maschine hilft, die Gardinen von lästigem Gilb zu befreien und sie wieder zum Strahlen zu bringen. Spezielle Gardinenwaschmittel schaffen dies zwar auch, doch die enthaltenen Bleichmittel greifen bei wiederholten Waschgängen die Fasern an. Bei farbigen Stoffen können sie diese sogar ausbleichen. Nach leichtem Anschleudern sollten die Gardinen sofort feucht aufgehangen werden. Im Trockner haben sie nichts zu suchen.

Eine schöne Gardine und ein aufwendig verarbeiteter Vorhang unterstreichen den Look der eigenen vier Wände und sorgen für ein gemütliches Ambiente. Die feinen Stoffe sollten allerdings immer behutsam gepflegt werden, damit sie ihren Zauber strahlend verbreiten können.